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Aktuelle Studie

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Therapie-Evaluation der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie

Die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) wurde in der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin in Bielefeld von der früheren Chefärztin Luise Reddemann und ihrem Team entwickelt. Seit vielen Jahren wird das Behandlungskonzept in der Klinik erfolgreich angewandt.

Unter der Regie von Reddemann-Nachfolgerin Ursula Gast, von 2004 bis 2009 Chefärztin der Klinik, wurden erste Bemühungen zur Wirksamkeitsüberprüfung der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie in Bielefeld entwickelt. Eine von Astrid Lampe, Horst Mitmansgruber, Ursula Gast, Gerhard Schüssler und Luise Reddemann durchgeführte und 2008 publizierte Studie (siehe Rubrik Vorträge auf dieser Seite) stellte die erste Veröffentlichung zur wissenschaftlichen Überprüfung des Konzepts dar. Im Anschluss daran beschäftigte sich Anke Bebermeier im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der PITT-Evaluation. Aufbauend auf den Erfahrungen und Ergebnissen dieser naturalistischen Studie wurde eine kontrollierte Behandlungsstudie entwickelt, die aktuell in der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin in Bielefeld durchgeführt wird.

Alle Patient(inn)en, die im Jahr 2009 in der Klinik behandelt wurden, bekamen zu Beginn und am Ende der Therapie sowie noch einmal sechs Monate nach dem Ende ihres Aufenthalts ein Fragebogenset zugeschickt, mit dem die jeweils aktuelle Ausprägung ihrer Symptomatik erfasst wurde.

Ebenfalls seit Januar 2009 wird zudem allen Patient(inn)en, die sich für eine Therapie in der Klinik anmelden, ein Fragebogenset zugeschickt. Die Teilnahme an der Studie ist selbstverständlich freiwillig. Patient(inn)en, die einen ausgefüllten Fragenbogen an die Klinik zurücksenden, bekommen drei Monate später sowie noch einmal sechs Monate später (also insgesamt neun Monate nach dem ersten Fragebogenset) eine Testbatterie zugeschickt. Damit stellt diese Wartelisten-Gruppe eine „Kontrollgruppe“ dar. Das bedeutet, dass die Gesamtdaten aller in der Klinik behandelten Patient(inn)en mit den Gesamtdaten der Kontrollgruppe verglichen werden.

Der kontrollierten Behandlungsstudie liegen folgende Hypothesen zu Grunde:

  1. Die Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie ist ein wirksames Verfahren zur Behandlung psychischer Störungen (entsprechend sollten die Fragebogenwerte der in der Klinik behandelten Patient(inn)en vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich stärker abnehmen und diese Veränderungen sollten auch sechs Monate später sichtbar bleiben).
  2. Die Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie ist besonders wirksam in der Behandlung von Traumafolgestörungen (entsprechend sollten die Werte von Patient(inn)en mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung oder dissoziativen Störungen, die in der Klinik behandelt wurden, im Vergleich zur Kontrollgruppe vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt deutlich stärker abnehmen und/oder die Achtsamkeits-Werte deutlich stärker zunehmen und diese Veränderungen auch sechs Monate später sichtbar bleiben.
  3. Nach einer ausreichenden Stabilisierung ist eine Traumakonfrontation als zweite Stufe der Psychodynamisch Imaginativen Traumahtherapie besonders wirksam (entsprechend sollten die Werte von Patient(inn)en, die eine Traumakonfrontation bekommen haben, im Vergleich zu den Werten von Patient(inn)en, die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden, sowie im Vergleich zu Patient(inn)en der Warteliste vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt deutlich stärker abnehmen und diese Veränderungen sollten auch sechs Monate später sichtbar sein).
  4. Die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie ist ein wirksames Verfahren zur Ressourcenaktivierung von Patient(inn)en (entsprechend sollten die Werte von Klinik-Patient(inn)en in einem Achtsamkeitsfragebogen sowie einem Ressourcenfragebogen vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt deutlich stärker zunehmen als die Werte von Patient(inn)en der Warteliste, diese Unterschiede sollten auch sechs Monate später stabil sein).

Zur Überprüfung dieser Fragestellungen wurde ein Set aus Fragebogen zusammengestellt, das die Symptomatik der in der Klinik am häufigsten anzutreffenden psychischen Störungsbilder erfragt. Dies sind depressive Störungen, somatoforme Erkrankungen, dissoziative Störungen sowie eine Posttraumatische Belastungsstörung.

Um die häufig in der Kindheit erlebten Traumatisierungen zu erfragen, wird der Childhood Trauma Questionnaire (CTQ, Driessen, Gast et al, in Vorbereitung) eingesetzt. Dem Ressourcen-Schwerpunkt der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie wird durch Verwendung des Freiburger Fragebogens zur Achtsamkeit (FFA, Wallach et al. 2004) sowie eines in der Klinik entwickelten Ressourcen-Fragebogens (Günther, in Vorbereitung) Rechnung getragen. Mit speziellen Fragebögen werden zudem grundlegende biographische Details und die aktuelle therapeutische Versorgung sowie die psychotherapeutischen und psychiatrischen Vorbehandlungen der vergangenen fünf Jahre erfragt.

Selbstverständlich werden alle Daten vor der Eingabe anonymisiert. Ein Rückschluss auf einzelne Teilnehmer(inn)en ist damit nicht möglich und auch nicht von Interesse, da das Ziel allein die Überprüfung der Wirksamkeit der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie ist.

Die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) wurde in der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin in Bielefeld von der früheren Chefärztin Luise Reddemann und ihrem Team entwickelt. Seit vielen Jahren wird das Behandlungskonzept in der Klinik erfolgreich angewandt.

Unter der Regie von Reddemann-Nachfolgerin Ursula Gast, von 2004 bis 2009 Chefärztin der Klinik, wurden erste Bemühungen zur Wirksamkeitsüberprüfung der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie in Bielefeld entwickelt. Eine von Astrid Lampe, Horst Mitmansgruber, Ursula Gast, Gerhard Schüssler und Luise Reddemann durchgeführte und 2008 publizierte Studie (siehe Rubrik Vorträge auf dieser Seite) stellte die erste Veröffentlichung zur wissenschaftlichen Überprüfung des Konzepts dar. Im Anschluss daran beschäftigte sich Anke Bebermeier im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der PITT-Evaluation. Aufbauend auf den Erfahrungen und Ergebnissen dieser naturalistischen Studie wurde eine kontrollierte Behandlungsstudie entwickelt, die aktuell in der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin in Bielefeld durchgeführt wird.

Alle Patient(inn)en, die im Jahr 2009 in der Klinik behandelt wurden, bekamen zu Beginn und am Ende der Therapie sowie noch einmal sechs Monate nach dem Ende ihres Aufenthalts ein Fragebogenset zugeschickt, mit dem die jeweils aktuelle Ausprägung ihrer Symptomatik erfasst wurde.

Ebenfalls seit Januar 2009 wird zudem allen Patient(inn)en, die sich für eine Therapie in der Klinik anmelden, ein Fragebogenset zugeschickt. Die Teilnahme an der Studie ist selbstverständlich freiwillig. Patient(inn)en, die einen ausgefüllten Fragenbogen an die Klinik zurücksenden, bekommen drei Monate später sowie noch einmal sechs Monate später (also insgesamt neun Monate nach dem ersten Fragebogenset) eine Testbatterie zugeschickt. Damit stellt diese Wartelisten-Gruppe eine „Kontrollgruppe“ dar. Das bedeutet, dass die Gesamtdaten aller in der Klinik behandelten Patient(inn)en mit den Gesamtdaten der Kontrollgruppe verglichen werden.

Der kontrollierten Behandlungsstudie liegen folgende Hypothesen zu Grunde:

  1. Die Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie ist ein wirksames Verfahren zur Behandlung psychischer Störungen (entsprechend sollten die Fragebogenwerte der in der Klinik behandelten Patient(inn)en vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich stärker abnehmen und diese Veränderungen sollten auch sechs Monate später sichtbar bleiben).
  2. Die Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie ist besonders wirksam in der Behandlung von Traumafolgestörungen (entsprechend sollten die Werte von Patient(inn)en mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung oder dissoziativen Störungen, die in der Klinik behandelt wurden, im Vergleich zur Kontrollgruppe vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt deutlich stärker abnehmen und/oder die Achtsamkeits-Werte deutlich stärker zunehmen und diese Veränderungen auch sechs Monate später sichtbar bleiben.
  3. Nach einer ausreichenden Stabilisierung ist eine Traumakonfrontation als zweite Stufe der Psychodynamisch Imaginativen Traumahtherapie besonders wirksam (entsprechend sollten die Werte von Patient(inn)en, die eine Traumakonfrontation bekommen haben, im Vergleich zu den Werten von Patient(inn)en, die sich noch in der Stabilisierungsphase befinden, sowie im Vergleich zu Patient(inn)en der Warteliste vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt deutlich stärker abnehmen und diese Veränderungen sollten auch sechs Monate später sichtbar sein).
  4. Die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie ist ein wirksames Verfahren zur Ressourcenaktivierung von Patient(inn)en (entsprechend sollten die Werte von Klinik-Patient(inn)en in einem Achtsamkeitsfragebogen sowie einem Ressourcenfragebogen vom ersten zum zweiten Testzeitpunkt deutlich stärker zunehmen als die Werte von Patient(inn)en der Warteliste, diese Unterschiede sollten auch sechs Monate später stabil sein).

Zur Überprüfung dieser Fragestellungen wurde ein Set aus Fragebogen zusammengestellt, das die Symptomatik der in der Klinik am häufigsten anzutreffenden psychischen Störungsbilder erfragt. Dies sind depressive Störungen, somatoforme Erkrankungen, dissoziative Störungen sowie eine Posttraumatische Belastungsstörung.

Um die häufig in der Kindheit erlebten Traumatisierungen zu erfragen, wird der Childhood Trauma Questionnaire (CTQ, Driessen, Gast et al, in Vorbereitung) eingesetzt. Dem Ressourcen-Schwerpunkt der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie wird durch Verwendung des Freiburger Fragebogens zur Achtsamkeit (FFA, Wallach et al. 2004) sowie eines in der Klinik entwickelten Ressourcen-Fragebogens (Günther, in Vorbereitung) Rechnung getragen. Mit speziellen Fragebögen werden zudem grundlegende biographische Details und die aktuelle therapeutische Versorgung sowie die psychotherapeutischen und psychiatrischen Vorbehandlungen der vergangenen fünf Jahre erfragt.

Selbstverständlich werden alle Daten vor der Eingabe anonymisiert. Ein Rückschluss auf einzelne Teilnehmer(inn)en ist damit nicht möglich und auch nicht von Interesse, da das Ziel allein die Überprüfung der Wirksamkeit der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie ist.